Sonntag, 30. August 2009

Rheinische Städtefreundschaft

Laufen verbindet, so heißt es ja bekanntlich. Nehmen wir das ganze dann doch mal wörtlich.

Im Kölner Umland gibt es einige schöne Städte, mit denen man Verbindungen eingehen könnte. Düsseldorf zählt natürlich nicht dazu, soviel ist sicher. Flußaufwärts ist es viel schöner, Bonn, ja Bonn, unsere ehemalige Bundeshauptstadt, die Geburtsstadt eines begnadeten und dabei tauben Komponisten wurde als Startpunkt eines historischen Laufs auserwählt: "Der" Vorbereitungslauf von Harald und Stefan am 30. August 2009, dem Tag der Kommunalwahl in NRW. Alle schleppen sich ins Wahllokal, wir nicht! Auf zum Bahnhof Köln-Süd, die Uhr hat gerade 8.30 Uhr geschlagen, ist es nicht Sonntag, warum schlafe ich eigentlich nicht mehr?

Der erste Kontakt mit den Mitmenschen in der Regionalbahn nach Koblenz: Ungläubige Gesichtausdrücke: Welche Art von Kleidung tragen denn diese beiden Zeitgenossen?

In Bonn angekommen, die eine kleine Panne: Wir finden keinen Satelliten! Jawohl, zum Laufen heutzutage bedient man sich einer in der Umlaufbahn unseres Heimatplaneten befindlichen technischen Einrichtung, so ist auf jeden Fall sichergestellt, daß wir uns nicht verlaufen ;-). Nein, ist natürlich eine super Möglichkeit, bei den langen Läufen das Tempo zu überprüfen.

Auf gehts, die Rheinpromenade ganz souverän gefunden, auch die eingeschlagene Richtung stimmt, die Schilder bestätigen unsere Wahl, hier lang nach Kölle.

Die Plauderei zwischen Läufern beginnt, die Stimmung ist ausgesprochen gut, und dann der erste wirklich beindruckende Kommentar: Aus dem Nichts sagt Harald: So die ersten zehn Kilometer sind vorbei! Einfach so, ohne Vorwarnung. Ungläubigkeit entsteht, die gefühlte Strecke war gerade mal drei Kilometer.

Weiter gehts, die Strecke am Rhein ist wirklich empfehlenswert, sonnige und schattige Abschnitte wechseln sich ab, die uns überholenden Radfahrer grüßen, ebenso uns entgegenkommende Läufer.

Dann die nächste Schrecksekunde: Eine Ampel, wir müssen tatsächlich anhalten! Welche Auswirkung wird dieser Rhythmuswechsel auf unseren Lauf haben? Doch auch hier bleibt Harald ganz gelassen: Wir haben jetzt genau 19,3 km hinter uns, nur noch zehn km!

Nur noch zehn, also die übliche Sonntagsrunde, oder? Na, klar, einfach auslaufen. Denn der Plan lautet wie folgt: Die 30er-Marke ist genau in Rodenkirchen, zufälligerweise in ummittelbarer Nähe eines an der Rheinpromenade gelegenen Biergartens mit alkoholfreiem Weizenbier auf der Karte.

Harald gibt das Kommando: Noch 150 Meter,angekommen, die Partnerschaft zwischen Bonn und Köln ist besiegelt, die Einladungen in die Rathäuser können kommen, wir sind bereit. Zuvor aber erst einmal zwei Weizen im Biergarten, die Sonntagsausflüger sollen doch ruhig glotzen.

Euer Stefan

P.S.

Besonderer Dank gilt Harald für die angenehme Begleitung und die wirklich Super-Laufleistung.

2 Kommentare:

  1. Hallo lieber Stefan,

    zuerst einmal Danke für deinen wunderschönen Laufbericht!
    Ich bin dafür das Du in unserem Lauftreff der offizielle "Laufberichterstatter" wirst, sozusagen der fliegende Reporter!
    Dickes Kompliment an Dich, Du hast dir eine wirklich schöne Strecke in wunderbarer Rheinlandschaft ausgesucht! Sogar das Wetter war traumhaft! Wie hast Du denn das hinbekommen??
    Ich wusste bis vor kurzem gar nicht, das lange Läufe so viel Spaß machen können, denn ich war es bis vor wenigen Wochen gewohnt, lange Läufe hamstermäßig in 3km Runden zu laufen!
    Danke auch an Dich für deine Unterstützung während des Laufes, wir sind genau so gelaufen wie wir es wollten. Die ersten 10 km schnell, die zweiten 10 km etwas langsamer und die letzten 10 km waren am schnellsten. ( mit Endbeschleunigung)
    Am besten hat mir allerdings der letzte Verpflegungspunkt gefallen, Paulaner Hefeweizen hmm lecker...
    Mein Fazit: Ein sehr schöner flotter Lauf der nach Wiederholung ruft.

    LG Harald

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  2. Hallo Ihr Beiden,

    super Bericht. Bin ich ja glatt neidisch:-). Wenn wir Berlin gelaufen sind, freu ich mich auf gemeinsame und "zeitlose" Läufe mit Euch. Dann probieren sämtliche Laufstrecken! Nichts ist schön, den Herbst "laufend" zu begrüßen.

    Liebe Grüße

    Netti

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